Urnengang vom

20. Oktober 2024
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Basel-Stadt
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Info

Grossratswahlen und Regierungsratswahlen BS 2024

Grossratswahlen für Eilige

Je nach politischer Ausrichtung nur eine (!) Liste ins Couvert:

Rot-Grün:

SP, Liste 5 
Grüne, Liste 43
BastA, Liste 45

Mitte:

GLP, Liste 10

Bürgerlich:

FDP, Liste 1 
LDP, Liste 3 
Mitte, Liste 7 

Die übrigen Listen sind nichts für urbane, fortschrittliche und liberale WählerInnen, oder aber ziemlich chancen- und einflusslos. Wichtig: Neben der Liste muss auch der richtige Stimmrechtsausweis ins Couvert, je nachdem ob man brieflich abstimmt wie die Allermeisten oder an der Urne.

Kandidierende von Kulturstadt Jetzt

Mehrere Exponent:innen des langjährigen Votez-Partners Kulturstadt Jetzt kandidieren auf verschiedenen Listen – bürgerlichen, linken und GLP. Votez empfiehlt, diese Kandidierenden auf jeden Fall dreimal auf die eigene Liste zu setzen – mit der Freien Liste, oder indem man sie auf eine Parteiliste der eigenen Präferenz schreibt. Dazu kommt pro Wahlkreis die Empfehlung für eine «Wildcard», eine weitere fortschrittliche und weltoffene Person. 

Kandidierende in Grossbasel Ost:

Je dreimal auf die eigene Partei- oder die Freie Liste:

10.10 Tim Rohner, GLP

43.03 Jo Vergeat, Grüne

Wildcard:

01.07 Christian Egeler, FDP

 

Kandidierende in Grossbasel West:

Je dreimal auf die eigene Partei- oder die Freie Liste:

01.01 Christian C. Moesch, FDP

01.04 Tamara Alù, FDP

01.15 Titus Conradin Hell, FDP

01.27 Elias Schäfer, FDP

05.07 Alexandra Dill, SP

05.20 Marcel Colomb, SP

05.26 Claudio Miozzari, SP

43.04 Laurin Hoppler, Grüne

Wildcard:

47.01 Markuss Engeler, Ein KUSS für Basel

 

Kandidierende in Kleinbasel:

Je dreimal auf die eigene Partei- oder die Freie Liste:

05.25 Sebastian Schlegel, SP

10.02 Johannes Sieber, GLP

10.07 Daniel Keller, GLP

43.08 Emélie Dunn, Grüne

43.23 Jeroen van Vulpen, Grüne

Wildcard:

05.15 Ivo Balmer, SP

 

Kandidierende in Riehen:

Je dreimal auf die eigene Partei- oder die Freie Liste:

05.09 Tobias Gees, SP

Wildcard:

05.03 Sasha Mazzotti, SP

 

Grossratswahl mit der freien Liste:

Oben auf die freie Liste kann man eine Parteibezeichnung schreiben, dann zählen auch leere Zeilen für eine Partei. Das ist wichtig, falls man die Aufteilung der Sitze zwischen den Parteien beeinflussen will. Die Freie Liste muss nicht mit Kandidierenden gefüllt werden, bereits ein Name reicht. Beim Draufschreiben der Namen (bis zu 3x möglich) auch ihre Kandidierenden-Nummer dazuschreiben.

Oder man nimmt eine vorgedruckte Parteiliste eigener Präferenz und sorgt dafür, dass die Kandidierenden von Kulturstadt Jetzt drei Mal auf der Liste stehen – durch Streichen vorhandener Namen und Darüberschreiben von Kulturstadt-Kandidierenden, inklusive deren Listennummer. Man darf auf einer Parteiliste auch Kandidierende einer anderen Partei aufführen. Aber Achtung: Es dürfen nur Kandidierende aus dem jeweiligen Wahlkreis ergänzt werden.

Grossratswahlen – Hintergrund

Die Kräfteverhältnisse im Grossen Rat sind schon länger ausgeglichen. Den 48 Sitzen von Rot-Grün stehen zu 43 Bürgerliche gegenüber, wenn man die SVP dazuzählt. Somit bilden die 8 GLP-Vertreter oft die Mehrheitsmacher:innen, wenn es in wirtschaftlichen oder ökologischen Fragen knapp wird. Die GLP hat in Basel laufend Wahlerfolge gefeiert in den letzten Jahren. Die SP ist unangefochten grösste Partei im Kanton. Ihre Bündnispartner:innen von Grünen und BastA (bisher als «Grün-Alternatives Bündnis» vereint) treten diesmal getrennt an. Auf der bürgerlichen Seite ist die LDP stärkste Partei, hat aber zuletzt bei Wahlen geschwächelt. Zwischen den bürgerlichen Mitteparteien und der SVP besteht aktuell gutes Einvernehmen, was nicht immer der Fall war.

Das Ergebnis beeinflussen kann man, indem Listen verändert werden. Es gibt zwei Wege dafür:

Kumulieren:
Beim Kumulieren streicht man Leute von der Liste, und setzt dafür einen Namen von der Liste ein- oder zweimal zusätzlich drauf. So erhält ein genehmer Kandidat bis zu drei Stimmen.

Panaschieren:
Beim Panaschieren streicht man Kandidaten und ersetzt sie mit Personen anderer Parteien, die man ein- bis dreimal drauf schreibt. Achtung: Neben dem Namen auch die Zahl, die davor steht, dazuschreiben. Und nur Kandidierende des jeweiligen Wahlkreises draufschreiben

 

Regierungsratswahlen für Eilige

Für die Regierungsratswahl sind alle Kandidierenden auf demselben Wahlzettel. Man kreuzt maximal sieben Personen an sowie eine ausserdem fürs Regierungspräsidium.

Wählbar sind:

Rot-Grün:

Mustafa Atici, SP, bisher
Tanja Soland, SP, bisher
Kaspar Sutter, SP, bisher
Oliver Bolliger, BastA
Anina Ineichen, Grüne

Mitte:

Esther Keller, GLP, bisher

Bürgerlich:

Eva Biland, FDP 
Conradin Cramer, LDP, bisher
Lukas Engelberger, Mitte, bisher
Stephanie Eymann, LDP, bisher

 

Regierungsratswahlen – Hintergrund

Bei den letzten Regierungsratswahlen verlor Rot-Grün die Mehrheit, weil die Grünen ihre Kandidatin nicht durchbrachten. Seither bildet die grünliberale Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller gewissermassen das Zünglein an der Waage. Im rot-grünen Lager gab es in den letzten Jahren ein paarmal Konflikte, die inzwischen wieder geglättet sind. Die Grünen und BastA treten beide mit eigenen Kandidat:innen für den Regierungsrat an. Allerdings sind deren Chancen inexistent. Die drei SP-Sitze sind solide abgestützt, auch derjenige des Erzieungsdirektors Mustafa Atici, der nach seiner Abwahl aus dem Nationalrat erst diesen Frühling in die Regierung kam und gut gestartet ist. Ein Schönheitsfehler auf bürgerlicher Seite: Die LDP hat bei den letzten Wahlen 2 Sitze erhalten, die FDP keinen. Das schmerzt, aber die FDP hat darauf verzichtet, einen Kandidaten mit echten Wahlchancen aufzustellen. Der relativ neue LDP-Regierungspräsident Conradin Cramer hat bisher einen guten Job gemacht, Basel breit zu repräsentieren. Der moderate und persönlich integre SVP-Kandidat, der im Verbund mit den Bürgerlichen antritt, bleibt für fortschrittliche Wähler:innen aufgrund seiner Partei unwählbar. Unter dem Strich sind keine Verschiebungen zu erwarten: Esther Keller den Sitz abzunehmen, dürfte nicht gelingen, so gerne beide Seiten es täten. 

 

Weitere Infos zu den Wahlen: